Eva Kaczor
ARTberlin
Der Berliner Kunstbetrieb ist undenkbar ohne Eva Kaczor. Ihr geistiges Kind, die Website ARTberlin, bewegt sich dicht am Puls der Szene und hat sich in der Stadt binnen kürzester Zeit zu einer der wichtigsten Plattformen für zeitgenössische Kunst gemausert. Kaczor hat mit uns über die Schnittstelle von Kunst und Design, das Erkennen relevanter Arbeiten und ihre neueste Inspirationsquelle gesprochen.
An welchem Punkt überschneiden sich Kunst und Design?
Das schönste Design ist für mich jenes, das nicht den Anspruch erhebt, etwas designen zu wollen. Dann ist Design für mich Kunst.
Was macht dich designtechnisch an?
Wenn Design zu mir spricht, wenn es mehr ist als Oberfläche, wenn es pointiert das auf den Punkt bringt, was es in sich trägt. Ich wage kaum es zuzugeben, aber ich liebe den alten Porsche 911 E Targa. Wenn er mir begegnet, geht mein Herz auf.
Wie stellst Du Relevanz in Kunst und Design fest?
Relevanz in der Kunst ist für mich immer Resonanz. Über Geschmack lässt sich streiten, über Kunst nicht. Kunst ist relevant, wenn sie berührt, weil sie mehr ist als wir beschreiben können. Im Design sehe ich das ähnlich, aber ein bisschen weniger emotional.
Was hat Dich in letzter Zeit besonders inspiriert?
Ich habe gerade eine sehr intensive Yoga-Ausbildung in New York gemacht. Das Lebensgefühl, das ich dort von meinen Lehrern erfahren durfte, hat mich umgehauen, inspiriert und energetisiert. Es ist eine völlig neue Quelle der Energie, die mich trägt.
Welche Sektion bei MONOQI gefällt Dir am besten?
Ich mag die neue Sektion minimum used, in der MONOQI Ausstellungsstücke, limitierte Editionen und Auslaufmodelle anbietet. Und ja, ich hätte ihn gern: den Barcelona Chair von Mies van der Rohe. In einem warmen Nussbraun.
Die großformatigen, analogen Natur-Fotografien aus den Serien “Nature & Machines” (2011) hat der Künstler Jörg Schweikart auf Island aufgenommen. Er beschäftigt sich mit “Healing Places”.




